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Bild s/w Dr. Thilo Schnelle

Mein Name ist Thilo Schnelle, geboren am 20.11.1976, aufgewachsen in Dortmund und Sohn eines selbstständigen Steuerberaters, dessen Vater Steuerberater und Wirtschaftsprüfer war und Sohn einer Steuerfachangestellten.

In meinem Leben vor dem Studium nahm nicht die Schule, Bildung oder gar das Steuerrecht den wichtigsten Platz in meinem Leben ein, es war meine Leidenschaft für den Fußball und meinen Heimatverein Borussia Dortmund.

Wie ich später während einer Art Ursachenforschung herausfinden sollte, gab es wohl einen Zusammenhang zwischen Trauerphasen nach verlorenen Spielen, die von Sonntag bis Mittwoch meinen schulischen Alltag überschatteten, und den überschaubaren Leistungen auf der Schulbank. Weiterhin stellte ich fest, dass ich auch in der Zeit von Donnerstag bis Samstag meine Konzentration nicht auf die Schule richten konnte, musste ich mich doch mental aufs kommende Spiel vorbereiten.

Mein durchwachsenes Abitur hinderte mich jedoch nicht daran, vom 01.10.1998 bis 30.09.2001 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Steuer- und Revisionswesen an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn zu absolvieren. Der Studiengang richtete sich gezielt an diejenigen, die ihr Studium auf den Bereich Steuerrecht ausrichten wollten und, so wie ich, eine Tätigkeit im Berufsfeld des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers anstrebten.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums war ich in der Zeit vom 01.10.2001 bis zum 30.09.2003 sodann in der Wirtschaftsprüfungsabteilung der Warth & Klein Grant Thornton AG in Düsseldorf tätig. Dort wurde ich in verschiedenen Prüfungsteams eingesetzt und habe zunächst als Prüfungsassistent, später als Prüfungsleiter eigenverantwortlich Prüfungen ge-plant und durchgeführt.

Mein Aufgabenbereich umfasste schwerpunktmäßig die Prüfung von Jahres- und Zwischenabschlüssen von Unternehmen verschiedener Rechtsformen, Größen und Branchen. Im Rahmen dieser Aufgaben vertiefte ich meine Kenntnisse im Bereich des Handels- und Steuerrechts. Diese Erfahrungen boten mir eine sehr gute Grundlage für die Auseinandersetzung mit über das normale Tagesgeschäft hinausgehenden Fragen und Problemkreisen der Rechnungslegung.

Da ich mich schon während des Grund- und Hauptstudiums schwerpunktmäßig mit dem deutschen Steuerrecht befasste, konnte ich die Frage, ob ich Steuerberater werden wollte, immer mit einem schnellen Ja! beantworten. Mein Drang zur Selbstverwirklichung und zum Unternehmertum ist sehr stark ausgeprägt. Ähnlich wie mein Vater und Großvater wollte auch ich irgendwann mein eigener Chef sein und ein eigenes Unternehmen führen, um die Dinge so zu tun, wie ich sie für richtig halte.

Die Hürde zum Beruf aber liegt extrem hoch, zählt das Examen zu einer der schwierigsten Berufszugangsprüfungen in Deutschland. Dazu schrieb beispielsweise Prof. Dr. Klaus Tipke (2000, S. 1362), dass „kein Steuerberater, kein Rechtsanwalt, kein Steuerbeamter, kein Steuerrichter, auch kein Steuerprofessor in der Lage ist, das ganze Steuerrecht bis ins letzte Detail zu überblicken“. Das sollte sich unglücklicherweise als wahr herausstellen.

Wenn man sich im Laufe seines beruflichen Schaffens mit Berufskollegen oder Freunden unterhält, so hat jeder eine ganz persönliche Geschichte darüber zu erzählen, wie, wo, wann und unter welchen Umständen er sein Examen bestanden hat oder auch nicht.

Als ich mich für das Examen anmeldete, war ich mir jedoch einer Sache sicher: Auch diese Prüfung würde nur vor dem Bestehen schwierig sein.

Die Person, die in der kompletten Vorbereitungs- und Prüfungsphase am meisten zurückstecken musste, war meine damalige Freundin Julia. Tagtäglich musste sie meine Launen und Abwesenheiten ertragen, doch in all der Zeit gab sie mir nie das Gefühl, dass ich mich nicht genügend um sie gekümmert hätte. Sie war mein großer Rückhalt und ohne ihr Verständnis hätte ich mich nicht so konzentriert auf das Examen vorbereiten können, wie ich es getan habe.

Am 22.02.2007 habe ich vor dem Prüfungsausschuss des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf die Steuerberaterprüfung bestanden und wurde danach von der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe zum Steuerberater bestellt.

Zu den am stärksten nachgefragten Spezialisierungen im Bereich vereinbarer Tätigkeiten von Steuerberatern zählt der Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e. V.). Durch das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen wurde diese Spezialisierung noch interessanter.

Am 25.08.2011 wurde ich vom Deutschen Steuerberaterverband als Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e. V.) zertifiziert. Dieser Anerkennung ist eine erfolgreiche Absolvierung eines entsprechenden Fachlehrgangs mit 120 Zeitstunden und 2 Leistungskontrollklausuren vorangegangen.

Inhalt und Dozenten entsprechen weitgehend dem Fachanwalt für Insolvenzrecht, sind jedoch speziell auf den steuerberatenden Beruf zugeschnitten. Die fachliche Leitung unterlag Dr. Jobst Wellensiek, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Wolfgang Fahlbusch, Rechtsanwalt und Prof. Dr. Hans-Ulrich Heyer, Richter am Insolvenzgericht Oldenburg.

Nach erfolgreicher Sachkundeprüfung wurde mir am 19.04.2012 auch die Bezeichnung Landwirtschaftliche Buchstelle als Zusatz zur Berufsbezeichnung von der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe verliehen.

Bei dem Begriff Landwirtschaftliche Buchstelle handelt es sich um eine gesetzlich geschützte Bezeichnung, die nur an Personen verliehen wird, die für die Steuerberatung der Land- und Forstwirtschaft eine besondere Sachkunde nachgewiesen haben. Sie kann Steuerberatern, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwälten und niedergelassenen europäischen Rechtsanwälten verliehen werden. Der Sachkundenachweis erfordert Spezialkenntnisse auf dem Gebiet der Besteuerung der Land- und Forstwirtschaft, im Agrarrecht, des Agrarkreditwesens und der landwirtschaftlichen Betriebswirtschaft.

Die Zahl der Unternehmen, die grenzüberschreitend agieren, steigt, sodass diese zunehmend mit Fragen zu der internationalen Besteuerung konfrontiert werden. Längst müssen auch mittelständische Unternehmen den Schritt in das Ausland wagen, wenn sie ihre Marktposition verteidigen und ausweiten wollen. Die damit verbundenen steuerlichen Probleme sind groß. Eine fundierte Beratung im internationalen Steuerrecht ist eine zentrale Gestaltungsaufgabe, die in der täglichen Beratungspraxis immer wichtiger wird.

Am 11.09.2015 wurde mir von der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe die Bezeichnung Fachberater für Internationales Steuerrecht verliehen. Um den Fachberatertitel zu erlangen, musste ich einen Lehrgang von mindestens 120 Stunden mit drei Klausuren erfolgreich absolvieren, 30 praktische Fälle im Spezialgebiet des Internationalen Steuerrechts bearbeitet haben und meine besonderen theoretischen und praktischen Kenntnisse in einem Fachgespräch bei der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe nachweisen.

Wer heutzutage eine juristisch-betriebswirtschaftliche Doppelqualifikation vorweisen kann, ist in vielen Bereichen der Wirtschaft sehr gefragt, denn die Einsatzgebiete sind vielfältig. Daher entschloss ich mich zusätzlich im Jahr 2012 zur Aufnahme eines berufsbegleitenden Master-Fernstudiengangs Wirtschaftsrecht mit internationalen Aspekten an der Diploma Hochschule Nordhessen in Bad Sooden-Allendorf.

Als Wirtschaftsjurist bin ich heutzutage immer dann gefragt, wenn Wirtschaft und Recht zusammentreffen, wenn betriebswirtschaftliche und juristische Qualifikationen erforderlich und Grundlage von Entscheidungen sind. Der akademische Master-Abschluss an der Diploma Fachhochschule am 17.09.2014 ermöglichte mir zugleich das Doktoratsstudium an der Middlesex University in London, welches ich mit Vorlage der Untersuchung im Dezember 2017 und der Defensio am 10.04.2018 erfolgreich abgeschlossen habe. Der Titel Doctor of Business Administration wurde mir am 11.09.2018 verliehen.

Zusammen mit meinem Freund und Berufskollegen StB Dennis Janz, LL.M. verfasse ich zurzeit für den ESV – Erich Schmidt Verlag mehrere Fachbücher über die steuerrechtlichen Grundlagen und Fallstricke bei der Veräußerung und dem Erwerb von Arzt- und Zahnarztpraxen, Physiotherapeuenpraxen und Rechtsanwaltskanzleien. Die Veröffentlichung erfolgt auf der Frankfurter Buchmesse am 16.10.2019.

Meine damalige Freundin Julia ist mittlerweile übrigens glücklich verheiratet und Mutter zweier Söhne. Nachdem ihr damaliger Freund und jetziger Mann jahrelang keine Zeit wegen seines Steuerberaterexamens hatte, hat er jetzt keine Zeit mehr, weil er Inhaber einer eigenen Steuerberatungskanzlei ist und berufsbegleitend seiner Autorentätigkeit nachgeht und mit einem Berufskollegen mehrere Fachbücher schreibt. Was wohl als nächstes kommt? Wir warten es einfach mal ab. Sicher ist nur eins: Ich liebe Dich!

Lehrauftrag von Dr. Thilo Schnelle

Als Dozent für die Steuerfachangestellten Akademie GmbH bereite ich angehende Steuerfachangestellte in den Bereichen Steuerrecht, Rechnungswesen und Wirtschafts- und Sozialkunde auf die schriftliche und mündliche Abschlussprüfung vor.

Ehrenamtliche Tätigkeit von Dr. Thilo Schnelle

Für die Durchführung der Ausbildungsabschlussprüfung der Steuerfachangestellten wurden ich im Februar 2016 von der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe als ordentliches Arbeitgebermitglied in den Prüfungsausschuss Dortmund IV berufen.

Publikationen von Dr. Thilo Schnelle

Insolvenzsteuerrecht:

Die steuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen vor dem Hintergrund des bestehenden Zielkonflikts zwischen Insolvenz- und Steuerrecht
Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Doctor of Business Administration (DBA) an der Middlesex University, London, veröffentlicht von Thilo Schnelle am 07.05.2018

Die Besteuerung im Sanierungs- und Insolvenzverfahren
Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Laws (LL.M.) an der Diploma Hochschule, Bad Sooden-Allendorf, eingereicht von Thilo Schnelle am 16.06.2014

Chancen und Risiken einer erfolgreichen Unternehmenssanierung durch das Schutzschirmverfahren gem. § 270b InsO
Wissenschaftliche Arbeit als individuelle Studienprüfung an der KMU Akademie & Management AG, Linz (AUT), eingereicht von Thilo Schnelle am 25.06.2015

Land- und Forstwirtschaft:

Die Land- und Forstwirtschaftliche Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. I und § 13a EStG im Praxisvergleich und vor dem Hintergrund bestehender Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung des § 13a EStG durch das Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002
Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Diplom-Kaufmann (FH) an der Fachhochschule der Wirtschaft, Paderborn, verliehen an Thilo Schnelle am 28.11.2001

Berufsrecht:

Fehlende Sachverhaltsermittlung im Dauermandat
Unterlassen einer sich aufdrängenden Nachfrage führt zur Haftung des Steuerberaters.
Von Thilo Schnelle in NWB Nr. 35 vom 28.08.2017, Seite 2706 ff.